88 Tempel · 1.200 Jahre · 4 Präfekturen · 1.150 km

Der Shikoku-Pilgerweg | Reisetipps und praktische Hinweise | Planung

Anreise | Ausrüstung | Dauer und Etappen | Elektrizität | Essen | Geld und Bezahlen | Internet und Telefon | Kosten | Reisezeit | Route und Streckenprofil | Shikoku Japan 88 Route Guide | Sprachkenntnisse | Touristische Ziele Shikokus | Training | Übernachtung | Übernachtung im Tempel

Reisezeit

Der Shikoku-Pilgerweg kann grundsätzlich das ganze Jahr über begangen werden. Die beste Reisezeit ist im Frühling und im Herbst.

Frühling: Mitte März – Ende Mai
Herbst: Anfang Oktober – Ende November

Die meisten Regentage gibt es im Juni und Juli. Vor allem im Juli und August wird es mit weit über 30 Grad sehr heiß. In diesen Hochsommermonaten treffen besonders häufig tropische Wirbelstürme (Taifune) auf Shikoku.
Im Dezember, Januar und Februar kann es recht kalt werden. Auf den höher gelegenen Teilen des Pilgerwegs kann es auch zu Schneefall kommen.

Am angenehmsten sind die Temperaturen im Frühling und im Herbst.
Die Kirschbäume blühen auf Shikoku meist Ende März/Anfang April, mit klimatisch bedingten jährlichen Abweichungen.
Viele der Tempel Shikokus sind berühmt für die prachtvolle Verfärbung der Ahornblätter im späten November.
Deshalb sind während diesen Zeiten auch die allermeisten Pilger unterwegs.

In der „Goldenen Woche“ (ゴールデンウィーク) werden vier feste Feiertage mit Wochenenden und Brückentagen zu einem längeren Zeitraum ergänzt. Weil sich in dieser Zeit die meisten Japaner frei nehmen ist es empfehlenswert, das in der Planung zu berücksichtigen und Unterkünfte möglichst frühzeitig zu buchen.

Die Feiertage der Goldenen Woche: 
29. April – Geburtstag des verstorbenen Kaisers Shōwa, oder Hirohito, der Japan während des Zweiten Weltkriegs regierte (Shōwa no hi)
3. Mai – Tag der Verfassung (Kempō Kinen-bi )
4. Mai – Grüner Tag (Midori no hi)
5. Mai – Kindertag (Kodomo no hi)

Shikoku – Klimatabelle

 JANFEBMRZAPRMAIJUNJULAUGSEPOKTNOVDEZ
Tagsüber max °C12° max13° max15° max19° max23° max25° max30° max31° max28° max24° max19° max13° max
Nachts min °C2° min3° min5° min10° min14° min18° min22° min23° min20° min15° min10° min5° min
Sonnenstunden pro Tag66810109101110666
Regentage101113131117171615121011
Regen29 mm52 mm64 mm82 mm72 mm131 mm91 mm66 mm99 mm77 mm44 mm52 mm
Schneetage21---------1

Dauer der Pilgerwanderung und Länge der Etappen

Eine allgemeine Aussage zur Gesamtdauer lässt sich naturgemäß nicht treffen. Die Strecke von Tempel 1 bis Tempel 88 und wieder zum Ausgangspunkt, zu Tempel 1 beträgt 1.150 km. Wie lange du brauchst um den gesamten Weg zu Fuß zurückzulegen, hängt davon ab, wie viele Stunden du am Tag gehen kannst und willst. Wie schnell du gehst und ob du Pausentage einlegst.
Häufig wird die Zeit, die ein Pilger zu Fuß für die 1.150 km benötigt, mit etwa 42 Tagen (6 Wochen) angegeben. An anderen Stellen mit 30 bis 60 Tagen (etwa 4,5 bis 8,5 Wochen).
Wer sich für die 1.150 km sechs Wochen Zeit nehmen kann und möchte, muss täglich durchschnittlich ca. 27 km zurücklegen. Je nach persönlichem Tempo ergibt sich daraus eine reine Gehzeit zwischen 5 und 7 Stunden. Hinzu kommen noch zusätzliche Wege, die zu Fuß zurückgelegt werden. Im Tempel selbst, vom Pilgerweg zur Unterkunft und zurück, um Essen/Getränke zu kaufen und die Umwege, wenn man sich verläuft.
Das kann weitere 5 bis 15 Prozent der Strecke ausmachen.
Die häufig angegebenen 42 Tage sind wohl eine gute Basis für die eigene Planung. Dafür wird man im Durchschnitt etwa 30 km am Tag zu Fuß zurücklegen.
Die persönliche Gesamtdauer lässt sich dann über Abschläge, bzw. Aufschläge einschätzen.

Die Länge der Tages-Etappen selbst wird bei den meisten Pilgern recht unterschiedlich sein. Auch abhängig davon wie viele Tempel an einem Tag besucht werden und wieviel Zeit im Tempel jeweils verbracht wird. Abhängig vom Standort der möglichen Unterkunft, von den Steigungen, die zu bewältigen sind und von der aktuellen Fitness.
Bei der Gesamtdauer von 42 Tagen und den durchschnittlichen 30 km am Tag ist es wahrscheinlich, dass an einigen Tagen nur 20 km oder noch weniger zurückgelegt werden. An anderen Tagen wird die Wegstrecke dafür vielleicht über 35 km liegen.

Für alle, die zusätzlich auf ihrem Weg auch noch alle 20 Nebentempel (Bangai) besuchen verlängert sich die direkte Strecke von 1.150 km auf über 1.300 km.

Training

Die gesamte Strecke von Tempel 1 bis Tempel 88 und wieder zum Ausgangspunkt, zu Tempel 1 hat eine Länge von 1.150 km. Auf dieser Strecke sind etwa 10.000 Höhenmeter zu bewältigen.

Die Herausforderungen sind:

  • Die enorme Streckenlänge.
  • Der Streckenverlauf führt zu 85% über asphaltierte Straßen und nur zu 15% über Naturpfade. Demzufolge verläuft der Weg überwiegend auf sehr hartem Untergrund.
  • Mehrere Bergetappen mit bis zu 1.000 Höhenmeter und mehreren Anstiegen und Abstiegen im Wechsel.

Um diese Herausforderungen zu meistern solltest du im Vorfeld soviel wie möglich trainieren. Nicht nur eine Stunde am Tag gehen/wandern, sondern möglichst immer wieder auch mehrere Stunden am Stück. Je mehr du ans bergab und bergauf gehen gewöhnt bist, desto leichter wird die die Wanderung auf Shikoku fallen.

An manchen Tagen wirst du auf Shikoku eine Strecke von bis zu 25 km und bis zu 1.000 Höhenmeter bewältigen.
Je besser du trainiert bist, desto weniger Schwierigkeiten wirst du mit Blasen, angeschwollenen Knöcheln, muskulären Problemen usw. konfrontiert sein.

Kosten

Die Kosten einer Pilgerwanderung auf Shikoku können sehr unterschiedlich ausfallen. Abhängig davon, wie lange die Wanderung dauert und vom persönlichen Anspruch im Hinblick auf Übernachtung und Essen. Eine Übernachtung kann kostenlos sein, in einem Ryokan oder Hotel 6.000 Yen/Tag, aber auch 15.000 Yen/Nacht und mehr kosten.

Zur Orientierung sind im Folgenden typische Kosten für eine Pilgerwanderung mit einer Dauer von 42 Tagen angegeben.
1.000 Yen entsprechen ca. 7,70 € (Stand Juli 2021).

Übernachtungskosten:

Unterkunfttypische KostenMahlzeiten incl.
Minshuku6.500 YenAbendessen + Frühstück
Ryokan8.000 YenAbendessen + Frühstück
Shukubō8.000 YenAbendessen + Frühstück
Business-Hotel7.000 Yenkeine
Hotel9.000 Yenkeine
Guest House3.500 Yenkeine
Henro House3.500 Yenkeine
Tsuyadō1.000 Yenkeine
Zenkonyado1.000 Yenkeine

In Tsuyadō und Zenkonyado ist die Übernachtung grundsätzlich kostenlos. Es wird aber schon erwartet, dass du im Tsuyadō 1.000 Yen in der Spendenbox hinterlässt, bevor du gehst. Und nach einer Übernachtung im Zenkonyado solltest du 2.000 Yen hinterlassen, wenn du ein Futon benutzt hast, bzw. 1.000 Yen wenn du kein Futon nutzt.

Kosten für Essen und Getränke:
Kosten für Frühstück ab 400 Yen.
Viele Cafés und Coffee Shops bieten morgens ein kostengünstiges Frühstück an (morning set).
Beinhaltet meist ein heißes Getränk (Kaffee oder Tee), Brot und Butter, Ei und Salat.

Kosten für Mittagessen ab 500 Yen.
Unter der Woche bieten die meisten Restaurants sehr günstige Lunch-Sets an.

Kosten am Tempel:
Stempel im Pilgerbuch: 300 Yen je Tempel.
Opfergaben in der Haupthalle und der Daishi-Halle: ca. 100 Yen je Tempel (freiwillig).
Bei 88 Tempeln: 88 x 400 Yen= 35.200 Yen; auf 42 Tage gerechnet = 840 Yen/Tag.

Kosten für Sonstiges:
Dazu kommen noch Kosten für die Pilgerausstattung und für sonstige Dinge, die man in Shikoku benötigt, wie Sonnencreme, Pflaster usw.

Gesamtkosten (ca.) für die Pilgerwanderung in der Übersicht:

Übernachtung inMinshuku/ ShukubōGästehaus/ Henro HouseTsuyadō/ Zenkonyado
Übernachtungskosten7.500 Yen3.500 Yen1.000 Yen
Abendessen + Frühstückinklusive1.200 Yen1.200 Yen
Mittagessen + Getränke1.000 Yen1.000 Yen1.000 Yen
Am Tempel840 Yen840 Yen840 Yen
Sonstiges1.000 Yen1.000 Yen1.000 Yen
Kosten/Tag (Yen)10.340 Yen7.540 Yen5.040 Yen
Kosten/Tag (€)80 €60 €40 €
Kosten/ 42 Tage (€)3.400 €2.500 €1.700 €

Kosten für An-/Abreise und für Kōya-san:
Hinzu kommen individuell sehr unterschiedliche Kosten für deine Anreise nach Shikoku (Flug/Zug/Bus) und für die Rückreise. Und für einen eventuellen Besuch von Kōya-san in der Präfektur Wakayama auf der japanischen Hauptinsel Honshû vor und/oder nach der Pilgerwanderung.

Übernachtung

Shikoku bietet für Pilger eine Vielzahl unterschiedlicher Übernachtungsmöglichkeiten. Privat geführte Pensionen und Gästehäuser; kostenlose Übernachtungsmöglichkeiten, privat oder in Tempeln; (Business) Hotels und die typischen, in ganz Japan zu findenden Ryokans.
Sehr hilfreich für die Planung und telefonische Reservierung der Unterkunft ist der Shikoku Japan 88 Route Guide. In diesem Führer sind eine Vielzahl von Gästehäusern, Minshukus, Ryokans und Hotels, jeweils mit Telefonnummer aufgeführt. Lage und Entfernung zum Pilgerweg lassen sich ebenfalls ablesen.
Viele der dort angegebenen Unterkünfte können nur telefonisch reserviert werden. Eine Buchung über Internet ist oft nicht möglich.
Die Inhaber von Minshuku und Ryokan sprechen zum Teil nur wenig Englisch, so dass telefonische Reservierungen nur auf Japanisch möglich sind. Meist wird sich aber ein japanisch sprechender Mitpilger finden, der bei der telefonischen Buchung einer Übernachtung helfen kann und wird. Eine andere Möglichkeit ist die Inhaber der Unterkunft, in der man gerade übernachtet, zu bitten für die Übernachtung in der nächsten Unterkunft telefonisch zu reservieren.
Übernachtungen im „Henro House“ sollen generell online gebucht werden. Die meisten Hotels, vor allem in den größeren Städten können über die bekannten internationalen Buchungsportale online reserviert werden.

Minshuku   民宿

Familienpension, die Übernachtung mit Abendessen und japanischem Frühstück anbietet.
Zum Abendessen und meist auch zum Frühstück gibt es fast immer Fisch, oft verschiedene Arten und Zubereitungen.
Die Pensionsinhaber besorgen die Lebensmittel für die Gäste meist am Vormittag. Deshalb ist eine Reservierung spätestens am frühen Vormittag erforderlich.
Abendessen (ca. 18.00 Uhr) und Frühstück (ca. 06:30 Uhr) gibt es für alle Übernachtungsgäste zur gleichen Zeit.
Übernachtet wird mit Futon auf Tatami-Matten. Das Bad wird mit allen Gästen geteilt. Waschmaschine und Trockner können gegen geringe Gebühr benutzt werden.
Die Ankunft im Minshuku sollte spätestens um 17.00 Uhr sein.

Ryokan   旅館

Traditionelle japanische Unterkunft, die normalerweise mehr Services und Komfort bietet als ein Minshuku.
In Angebot und Preis sind sehr große Unterschiede möglich. Deshalb den Preis vor der Buchung klären.
Viele Ryokans, wie sie für Pilger auf Shikoku angeboten werden, unterscheiden sich auf den ersten Blick nicht von den Minshukus.
Auch im Ryokan werden japanisches Abendessen und Frühstück angeboten.
Übernachtet wird mit Futon auf Tatami-Matten. Meist können Waschmaschine und Trockner gegen geringe Gebühr benutzt werden.
Auch im Ryokan sollte die Ankunft spätestens um 17.00 Uhr sein.

Hotel/Business-Hotel   ホテル

Westlich ausgestattet, mit Bett und mit Bad im Zimmer. Es werden keine Mahlzeiten angeboten. Japanisches Frühstück buchbar, manchmal ergänzt mit amerikanischem Frühstück. Business-Hotels sind oft günstiger.
Flexible Ankunftszeiten.

Henro House

Zusammenschluss privater Häuser, die Übernachtungen für Pilger anbieten. Die Häuser liegen über die ganze Insel verteilt, am oder in der Nähe des Pilgerwegs. Die Übernachtungen können über Internet gebucht werden. Nach einmaliger Registrierung auf der Webseite der Organisation: henrohouse.jp
Informationen zur Verfügbarkeit von Übernachtungsplätzen, Bedingungen, Preisen (meist um 3.000 Yen) finden sich ebenfalls auf der Henro-House-Webseite.

Tsuyadō

Kostenlose Übernachtungsmöglichkeit im Tempel. Beinhaltet nur den Platz zum Schlafen. Keine Mahlzeiten, kein Bad, keine Bettwäsche.
Unbedingt im Tempel nachfragen, ob die Möglichkeit besteht im Tsuyadō zu übernachten.

Zenkonyado

Kostenlose private Übernachtungsmöglichkeit. Angebot wie Tsuyadō.

Im Freien Übernachten

Wildes Campen ist gesetzlich verboten.
In der Realität gibt es durchaus einige Pilger, die draußen in Schlafsack oder Zelt übernachten.

Übernachtung im Tempel – Shukubō 宿坊

Die folgenden Tempel des Shikoku-Pilgerwegs bieten eine Übernachtungsmöglichkeit (Stand Mai 2021):

Nr.TempelStadtPräfektur
6Anrakuji (安楽寺)Kamiita (上板町)Tokushima
7Jūrakuji (十楽寺)Awa (阿波市)Tokushima
19Tatsueji (立江寺)Komatsushima (小松島市)Tokushima
22Byōdōji (平等寺)Anan (阿南市)Tokushima
24Hotsumisakiji (最御崎寺)Muroto (室戸市)Kōchi
26Kongōchōji (金剛頂寺)Muroto (室戸市)Kōchi
37Iwamotoji (岩本寺)Shimanto (四万十町)Kōchi
38Kongōfukuji (金剛福寺)1Tosashimizu (土佐清水市)Kōchi
40Kanjizaiji (観自在寺)Ainan (愛南町)Ehime
44Daihōji (大宝寺)1Kuma-kōgen (久万高原町)Ehime
58Senyūji (仙遊寺)Imabari (今治市)Ehime
75Zentsuji (善通寺)Zentsuji (善通寺市)Kagawa
81Shiromineji (白峯寺)1Sakaide (坂出市)Kagawa
1 nur für Busgruppen

Nr.TempelStadtPräfektur
Bangai 4Saba Daishi (鯖大師)Kaiyō (海陽)Tokushima
Bangai 7Shussekiji (出石寺)Ozu (大洲)Ehime
Bangai 18Kaiganji (海岸寺)Tadotsu (多度津)Kagawa

Tempelunterkünfte werden oft von großen Pilgergruppen gebucht, die meist in Bussen anreisen.
Wenn Zimmer frei sind werden auch Einzelpilger angenommen. In Tempel 38; 44 und 81 wird die Übernachtung ausschließlich für Busgruppen und nicht für Einzelreisende angeboten.
Die Teilnahme an einer religiösen Zeremonie nach dem Abendessen oder vor dem Frühstück ist möglich.
Darüber hinaus sind das Angebot und der Service im Shukubō vergleichbar mit dem in Minshuku und Ryokan.
Waschmaschine/Trockner zur Nutzung gegen Gebühr, Gemeinschaftsbad, Futon auf Tatami-Matten.

Route und Streckenprofil

Karte und Streckenprofil – Shikoku-Pilgerweg

Ganz herzlichen Dank an Matsushita-san, den Autor von „Shikoku Japan 88 Route Guide 2020“ für die Bereitstellung des Höhenprofils des Pilgerwegs und der zugehörenden Legende. Weitere Infos unter: henro88map.com henro88map.com/pdf
 

Quelle Übersichtskarte

Die 88 Tempel von Shikoku (John Cant)

John Cant, der im Frühjahr 2009 die 88 Tempel Shikokus mit dem Fahrrad besuchte hat eine Karte (Google Map) erstellt, auf der die Standorte aller Tempel angezeigt werden: Die 88 Tempel von Shikoku

Shikoku Japan 88 Route Guide

Der Pilgerführer – auf Englisch.
Mit vielen allgemeinen Informationen zur Pilgerwanderung. Und mit detaillierten Karten der Wege zu den 88 Tempeln und zu den 20 Bangai-Tempeln.
Alle Karten mit Übernachtungsmöglichkeiten, Restaurants, Geschäften und vielem mehr.

Anreise

Über Osaka nach Shikoku

Per Direktflug zum Flughafen Osaka-Kansai oder nach einer Zwischenlandung in Tokyo mit einem Inlandsflug nach Osaka-Itami. Der Flughafen Itami liegt mitten in der Stadt. Kansai wurde etwa 5 Kilometer von der Küste Osakas entfernt auf einer künstlichen Insel ins Meer gebaut.

Nach Shikoku mit dem Langstreckenbus (Kansai Airport Transportation Enterprise) direkt vom Flughafen Kansai bis Tokushima Bahnhof (Dauer ca. 3h / Kosten 4.200 Yen).

Alternativ mit einem Langstreckenbus (JR Shikoku Bus) ab Osaka (JR-Station/Osaka Namba/Osaka Universal Studios); ab Kyoto (JR-Station); ab Kobe (Sannomiya Bus Terminal) und ab weiteren Städten bis Tokushima (Station).

Wer bei Tempel 1 mit seiner Pilgerwanderung beginnt hat dann nur noch die kurze Strecke vom Bahnhof in Tokushima bis Bando mit dem Lokalzug.

Auch die anderen großen Städte Shikokus; Kochi, Matsuyama und Takamatsu sind mit den Langstreckenbusen von Osaka, Tokyo und von anderen Städten der Hauptinsel Honshu sehr gut und kostengünstig zu erreichen.

Auch mit dem Schiff ist die Anreise nach Shikoku möglich:
Mit dem Langstreckenbus (Kansai Airport Transportation Enterprise) vom Flughafen Kansai bis Wakayama Bahnhof (Dauer ca. 1h / Kosten 1.200 Yen); in Wakayama mit der Lokalbahn vom Bahnhof zum Fährterminal (Dauer 15 min / Kosten 240 Yen). Und mit der Fähre (Nankai Ferry) von Wakayama nach Tokushima (Dauer ca. 2h 15min / Kosten 2.310 Yen).

Über Tokyo nach Shikoku

Nach der Ankunft am Flughafen Haneda oder Narita mit Bus oder Zug zum Hauptbahnhof Tokyo.
Von dort mit dem Shinkansen weiter nach Okayama und mit der Regionalbahn zum Bahnhof von Tokushima (Dauer ca. 6h / Kosten ca. 20.000 Yen).

Sprachkenntnisse

Die Frage, ob die Pilgerwanderung ohne Japanischkenntnisse möglich ist, würde ich mit „Ja“ beantworten. Eine gewisse Lust am Improvisieren und am Abenteuer vorausgesetzt ist es nicht unbedingt erforderlich Japanisch zu sprechen, um den Pilgerweg zu gehen. Hilfreich ist es aber zumindest einige japanische Wörter und Sätze im Vorfeld zu lernen. Das erleichtert es sehr mit Japanern ein Gespräch zu beginnen, das dann im besten Fall auf Englisch fortgesetzt werden kann.
Vereinzelt trifft man auch auf ausländische Pilger, die kein Japanisch und kein oder nur sehr wenig Englisch sprechen. Auch diese Pilger finden ihren Weg durch Shikoku, sind aber oft auf die Unterstützung durch Einheimische und Mitpilger angewiesen.

Um auch abseits der Städte Übernachtungsmöglichkeiten zu finden ist der englischsprachige Pilgerführer Shikoku Japan 88 Route Guide äußerst hilfreich.
In allen größeren und einigen kleinen Städten ist es möglich Hotelzimmer über die bekannten, weltweit agierenden Internet-Buchungsportale zu buchen.
In vielen ländlichen Gegenden kann die Übernachtung, z.B. in Minshukus oder Gästehäusern, aber oft nur telefonisch gebucht werden. In vielen Pensionen, in denen ich übernachtet habe, haben nur wenige der Inhaber Englisch gesprochen. Meist wird sich aber ein japanisch sprechender Mitpilger finden, der bei der telefonischen Buchung einer Übernachtung helfen kann und wird.
Eine andere Möglichkeit ist, die Inhaber der Unterkunft, in der man gerade übernachtet, zu bitten für die Übernachtung in der nächsten Unterkunft telefonisch zu reservieren.
Das Einkaufen in den sehr verbreiteten Convinience-Stores, in Drogerien, Supermärkten, usw. ist problemlos ohne Japanischkenntnisse möglich.

Ausrüstung

Den Pilgerweg bin ich im März/April 2018 zu Fuß gegangen.
Übernachtet habe ich in Tempelunterkünften, Pensionen und in größeren Städten in Business-Hotels. Im Freien habe ich nicht übernachtet und deshalb auch keine Ausrüstung dafür; Zelt, Schlafsack usw. mitgenommen.

Aufgrund meiner Erfahrungen habe ich die folgenden Hinweise zusammengestellt, die für deine Packliste als Orientierung dienen können. Für deinen eigenen Bedarf passt du die Empfehlungen dann entsprechend an. 

Je nachdem welche Strecken du täglich zurücklegst, wirst du alles, was auf deiner Packliste steht, für etwa 40 Tage im Rucksack oder am Körper tragen. Während meiner Vorbereitungszeit bin ich im Internet, in Zeitschriften und Büchern auf unterschiedliche Empfehlungen zum Gesamtgewicht gestoßen. 10 bis 15% des Körpergewichts, nicht mehr als 10 kg für Männer und 7 kg für Frauen usw. 

Rucksack und Inhalt lagen auf meiner Wanderung bei etwa 8 kg. Vor Beginn der Wanderung war ich oft zu Fuß unterwegs, um die Beinmuskeln zu kräftigen, fast immer aber ohne Rucksack und immer mit deutlich weniger als 8 kg. Diese zusätzlichen 8 kg auf dem Rücken waren für mich gut zu bewältigen. Weniger wäre besser.

Schuhe

Der wichtigste Ausrüstungsgegenstand für den Pilgerweg, der zu ca. 85% auf Asphalt und nur zu 15% auf Natur-Pfaden in Shikokus Bergen und Hügeln verläuft. Deine Schuhe sollten für beide Oberflächen geeignet sein.
Auf den Bergstrecken kann es bei Regen durchaus rutschig und glatt werden. Schuhe mit ausgeprägtem Profil, wie z.B. Multifunktionsschuhe sind dort sehr hilfreich.
 
Einen bestimmten Schuh kann ich für die Wanderung nicht empfehlen, dafür sind die Anforderungen der Wanderer zu verschieden. Aber für die meisten dürften schwere Wanderschuhe aufgrund des hohen Gewichts und der für Asphaltstrecken zu schwachen Dämpfung nicht geeignet sein. Knöchelhohe Schuhe, mit sehr guter Dämpfung, geringem Gewicht und profilierter Sohle sind wohl die bessere Wahl.  Hilfreich können auch spezielle, dämpfende Schuheinlagen sein.

Herren Trekkingschuhe

Empfehlenswert ist sich im Fachhandel entsprechend zu informieren und die gekauften Schuhe sehr gut einzulaufen.Auf meiner Pilgerwanderung im März/April 2018 habe ich einen Multifunktionsschuh getragen (Meindl Exaroc GTX), den ich durchaus empfehlen kann.Beim nächsten Mal: werde ich einen noch stärker gedämpften Schuh mitnehmen, der die Härte der langen Asphaltstrecken noch stärker abfedert.

Socken

Sollten gut zu den persönlichen Anforderungen passen. Feuchtigkeit aufnehmen Können, schnell trocknen, kühlen oder wären, je nach Jahreszeit und eigener Anforderung. 

Um Blasenbildung vorzubeugen können doppellagige Socken für dich ein gute Wahl sein.

Rucksack

Nach den Schuhen der zweitwichtigste Gegenstand auf der Wanderung.

Rucksack - 34 Liter

Auf meiner Pilgerwanderung im März/April 2018 habe ich einen Rucksack von Deuter verwendet, mit einem Volumen von 34 Litern und einem Gewicht von 1,5 kg (ACT Trail PRO 34).

Entscheidend für meine Auswahl waren eine sehr gute Rückenbelüftung und ein bequemer Hüftgurt. Positiv auch die integrierte Regenhülle.
Wie die Schuhe sollte auch der Rucksack deine individuellen Anforderungen in Bezug auf Ausstattung, Komfort und Größe erfüllen und dabei so leicht wie möglich sein.

Beim nächsten Mal: mit meinem Rucksack war ich in jeder Hinsicht sehr zufrieden. Mein Begleiter auch für die nächste Pilgerwanderung.

Regenschutz

Regenponcho

 Schirm – ausreichend bei leichtem RegenRegenponcho/Regencape – in verschiedenen Ausstattungen erhältlich. Mit Erweiterung für Rucksäcke; Sturmsicherung gegen Hochrutschen usw. Sehr guter Regenschutz, aber nicht atmungsaktiv, bei hohen Temperaturen „Saunawirkung“.

Regenhose und Regenjacke – effektiv, aber nicht ganz billig

Deine Entscheidung solltest du abhängig machen von der Jahreszeit und den wahrscheinlichen klimatischen Bedingungen. Wenn du dich im späten Herbst auf den Weg machst solltest du dich schon wegen kühlerer Temperaturen besser gegen Regen schützen als im April oder Mai.
Einen Schirm würde ich nicht mitnehmen. Als Alternative bei leichtem Regen können schon der Pilgerhut „sugegasa“ oder auch ein Sonnenhut ausreichen. 

Auf meiner Pilgerwanderung im März/April 2018 hatte ich einen Regenponcho dabei und damit gute Erfahrungen gemacht.

Beim nächsten Mal: würde ich noch weiter Gewicht und Packvolumen einsparen und nur eine Regenjacke mitnehmen. 

Kleidung

In nahezu allen Tempelunterkünften, Minshukus (Pensionen) und in manchen Business-Hotels stehen gegen geringes Entgelt Waschmaschine und oft auch ein Trockner zur Verfügung. Für die Nacht wird ein Schlafanzug zur Verfügung gestellt. Ein Satz Wanderkleidung, zwei Sätze Unterwäsche und zwei Paar Socken sind deshalb bereits ausreichend. 

Die Kleidung selbst sollte bequem, strapazierfähig und funktional, schnell trocknend sein. Gut geeignet sind Wanderhosen und -hemden. Baumwollkleidung wird beim Wandern feucht und bleibt auch feucht und trocknet nur sehr langsam.

Technik 

Die Entscheidung, welche technischen Gegenstände für die Wanderung sinnvoll sind, ist individuell sehr verschieden. Deshalb hier dazu nur einige Anregungen, die dich bei deiner Entscheidung unterstützen sollen. Denk auch daran zusätzlich zum Gerät auch noch das notwendige Equipment einplanen. 

Smartphone –  kann mehrere andere Geräte, Gegenstände ersetzen. Taschenlampenfunktion macht zusätzliche Stirnlampe überflüssig. Mögliche Alternative zu Kamera, Wörterbuch usw.

Tablet – kann mehrere andere Geräte, Gegenstände ersetzen. Mögliche Alternative zu Kamera, gedrucktem Reiseführer, Pilgerführer usw.

Laptop – nur in Ausnahmefällen sinnvoll

Kamera – für Fotofans ist ein Verzicht nur schwer möglich. Abhängig vom Modell hohes Gewicht. Viel Zusatzequipment erforderlich; Akku, Ladegerät, Ersatzaku, Speicherkarte

Stirnlampe, alternativ auch Taschenlampe – sinnvoll für Strecken durch Tunnel, teils bis zu 2 km lang und nur schlecht beleuchtet. Und für alle, die bereits vor Sonnenaufgang starten möchten. Nur notwendig, wenn mehr als 40 Tages-km geplant sind. 

Auf meiner Pilgerwanderung im März/April 2018 hatte ich dabei: Smartphone, Tablet, Kompaktkamera und Stirnlampe, mit 3 Batterien.

Beim nächsten Mal: Die Stirnlampe habe ich nicht benutzt. In einigen Tunnels, durch die ich gegangen bin war eine Beleuchtung notwendig. Dafür hat die Taschenlampenfunktion meines Smartphones aber ausgereicht.  Als Fotofan würde ich die Kompaktkamera und die erforderliche Zusatzausstattung wieder einpacken.  

Weitere Ausrüstung

Medikamente und Drogerieartikel – nach eigenem Bedarf. Die Mitnahme von Pflaster (kann auch auf Shikoku nachgekauft werden) und Blasenpflastern ist zu empfehlen.

Sonnencreme, Sonnenbrille, Sonnenhut – je nach Jahreszeit sehr zu empfehlen. Wer mit Pilgerhut „sugegasa“ wandert benötigt keinen Sonnenhut. Bei der Sonnencreme reicht eine kleine Packung. Auf Shikoku kann problemlos nachgekauft werden.

Messer und kleine Schere – das Messer habe ich vor allem zum Schälen und Schneiden von Obst gebraucht. Die Schere war sehr nützlich zum Schneiden von Pflaster.

Feuerzeug – zum Anzünden von Kerzen und Räucherstäbchen an den Tempeln.

Essen

In Minshuku, Ryokan und Shukubō sind im Preis neben der Übernachtung auch das Abendessen am Ankunftstag und das Frühstück am Abreisetag enthalten.
Serviert werden immer japanische Gerichte. Am Abend Fisch, oft in mehreren Varianten, dazu Reis, verschiedene Gemüse und Miso-Suppe.
Zum Frühstück gibt es Reis, Miso-Suppe, oft auch etwas Fisch und Gemüse und Rührei. Heißgetränk ist Grüner Tee. Kaffee kann meist nicht bestellt werden.
Wer Fisch mag wird in den meisten Fällen voll auf seine Kosten kommen.

Auf Vegetarier oder gar Veganer ist man oft nicht sehr gut eingerichtet.
Japaner essen in der Regel nur geringe Mengen an Fleisch und Fisch. Sie sind aber Bestandteil sehr vieler Gerichte. Auch die Brühen der berühmten japanischen Nudelsuppen werden meist aus Fischflocken oder Fleisch/Knochen hergestellt.

In Businness-Hotels und Hotels sind keine Mahlzeiten inbegriffen. Frühstück wird oft optional gegen geringe Mehrkosten angeboten. Meist als japanisches und westliches Buffet. Also auch mit Toast, Brot, Kaffee, Butter, Wurst, Käse.

Für Pilger, die sich lieber selbst versorgen möchten oder auch einmal nur vegetarisch essen möchten sind Hotels eine gute Wahl.

Zu Mittag besteht die Möglichkeit sehr günstig in Restaurants zu essen. Alternativ kann unterwegs in den konbinis oder Supermärkten eingekauft und am Weg gegessen werden.
Auf dem Land ist es zu empfehlen eine „Notration“ mitzuführen. Nüsse, Trockenfrüchte, Cracker. Oder sich mit Bento (boxed lunch) oder Onigiri zu versorgen.
Getränke können in allen Märkten und Stores gekauft werden. Darüber hinaus auch an den unzähligen Getränkeautomaten, die du auf Shikoku findest.

Die lokale Spezialität in Kōchi ist echter Bonito (katsuo-no-tataki). Der Bonito wird über Strohfeuer oder Kohle sehr kurz angebraten, dann sofort in eiskaltes Wasser getaucht um den Garprozess zu stoppen und zu sashimi geschnitten. 

In Kagawa unbedingt probieren: Sanuki-Udon, die lokalen Nudeln, die etwas dünner sind als die üblichen Udon.

 

Geld und Bezahlen

In den ländlichen Gegenden Shikokus kann oft nur mit Bargeld bezahlt werden. In Minshukus und den meisten Ryokans muss bar bezahlt werden, in der Stadt und auf dem Land. In den Tempelunterkünften muss ebenfalls bar bezahlt werden.
In den Städten kann an vielen Stellen mit Kreditkarte bezahlt werden. Die Zimmer in Hotels und Business-Hotels können oft mit Kreditkarte beglichen werden.

Bargeld kann aus den Automaten der Japan Post Bank gezogen werden. Öffnungszeiten Mo-Fr 09.00 bis 17.00 Uhr; Sa 09.00 bis 12.00 Uhr; So geschlossen.
Weitere Bargeldautomaten stehen in den auf Shikoku sehr verbreiteten konbinis (Convenience Stores) von 7-Eleven, Lawson und Family Mart (offen 7 Tage/ 24 Stunden) zur Verfügung . 

Erkundige dich vor der Reise nach Japan bei deinem Kartenherausgeber über Verwendungsmöglichkeit und Gültigkeit deiner Karte in Japan und über die Gebühren, die bei Bargeldabhebungen und Zahlungen in Japan fällig werden.

Elektrizität

Wenn du elektronische Geräte nach Shikoku mitbringst müssen die Stecker der Geräte die in Japan gebräuchlichen zwei flachen Stifte haben. Oder du nutzt einen Adapter.

Die Stromspannung beträgt in ganz Japan 100 Volt. In Shikoku, wie in ganz West-Japan in einem Frequenzbereich von 60 Hertz.
Die meisten europäischen Geräte können mit Adapter in Japan betrieben werden.

Internet und Telefon

Wifi = WLAN

Kostenloses WiFi steht an vielen Plätzen auf Shikoku zur Verfügung. Zum Beispiel in Hotels, Business Hotels, Cafes, Convenience Stores usw. Die Netzwerke sind oft aber sehr langsam.
In Minshuku und Tempelunterkünften gibt es in den allermeisten Fällen keinen Zugang zu WiFi und auch sonst keine Möglichkeit das Internet zu nutzen.

Kostenfreie WiFi-Services, teilweise Nutzung nur nach Anmeldung möglich:

Die Orte, an denen WiFi-Zugang möglich ist kannst du auf den angegebenen Webseiten einsehen.

Prepaid- oder Rental-SIM-Karten

Prepaid- oder Rental-SIM-Karten kannst du direkt an den Flughäfen kaufen und in den großen Elektronikgeschäften in Tokyo, Osaka und den anderen japanischen Großstädten.

Alternativ kann auch ein mobiler Router gemietet werden.

Sehr ausführliche Informationen rund um die Nutzung von Internet und Telefon in Japan gibt es unter: Tessas Japan-Reise-Blog

Touristische Ziele Shikokus

Sehr bekannte touristische Ziele auf der Insel Shikoku sind:

  • Dōgo-Onsen, eine der drei ältesten Thermen Japans und die populärste. Das Bad im Yushinden, einem Gebäude innerhalb der Therme ist ausschließlich der kaiserlichen Familie vorbehalten. Ein Kaiser hat die Therme letztmals in den 70-er Jahren aufgesucht.
  • Die Burgen in Matsuyama, Kōchi und Uwajima.
  • Der Landschaftsgarten Ritsurin-Park, das Wahrzeichen von Takamatsu, bereits im 17. Jahrhundert entstanden.

Am bekanntesten ist Shikoku aber als Geburtsort von Kūkai, dem Begründer des Shingon-Buddhismus in Japan und für den Pilgerweg zu den 88 Tempeln.


 

Quelle der Übersichtskarte des Shikoku-Pilgerwegs: „Von Lencer – own work, used:KML-file of coordinates made by Lilleskuthttp://www2.kenyon.edu/Depts/Religion/Fac/Adler/Reln275/Images275/Shikoku.jpg for routeGeneric Mapping Tools and SRTM3 V2-files for reliefMinimap made with Provinces of Japan.svg by Ash Crow, GFDL, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5154361“